
Experience Predictions 2026
Von High Tech zu High Touch – Vier Thesen für das Jahr 2026:
Während sich die Entwicklung von Technologien und neuen Möglichkeiten immer weiter beschleunigt, wächst auf der anderen Seite das Bedürfnis nach Orientierung, Verlässlichkeit und echten, authentischen Momenten.
Erlebnisse scheitern heute nicht mehr an fehlenden Möglichkeiten, sondern an zu Vielen. Zu viele Reize, zu viel Technologie und zu viele Botschaften. Was bleibt, sind oft viele Eindrücke, aber keine echte Verbindung. Gleichzeitig gewinnen Momente weiter an Bedeutung, in denen Begegnung, Konzentration und Verbindlichkeit möglich sind.
2026 rückt das Wesentliche weiter in den Mittelpunkt. Nicht als Gegenbewegung zur Technologie, sondern als bewusste Entscheidung für das nachhaltige Gefühl. Für Situationen, in denen Menschen sich begegnen, Dinge verstehen und etwas mitnehmen, das über den Moment hinaus Bestand hat.
Die folgenden vier Thesen von Jesper Götsch (Managing Partner & Founder, Jazzunique) versuchen diese Gedanken zu beschreiben. Sie zeigen, wie Erlebnisse durch Reduktion, echte Begegnung, einen reflektierten Umgang mit Technologie und nachhaltige emotionale Wirkung weiter an Relevanz gewinnen.

- Der Beweis von Echtheit: Erlebnisse müssen sich authentisch anfühlen, um relevant zu sein. Unperfektion ist dabei kein Makel, sondern der Beweis von Echtheit. Menschen akzeptieren Ambivalenz und Irritation, solange das Erlebnis eine innere Logik trägt. Authentizität entsteht dort, wo Erlebnisse roh oder offen sein dürfen – erst dann sind sie echt. Sie gewinnen an Kraft, wenn alles, was gezeigt oder weggelassen wird, einer klaren Linie folgt.
- Reduktion auf das Wesentliche: Reduktion wird zum wirksamsten gestalterischen Werkzeug. Nicht als Stil, sondern als bewusste Entscheidung gegen Überlagerung und für das Wesentliche. Das Weglassen von Reizen schärft Wahrnehmung, lenkt Aufmerksamkeit und verstärkt das Erleben der eigenen Sinne. Formate, die bewusst mit Klarheit, Stille oder Einfachheit arbeiten, zeigen, dass Intensität nicht aus “Mehr” entsteht, sondern aus Konzentration.
- Technologie bleibt Enabler: Technologie wird immer mehr und sinnvoll als Enabler eingesetzt: Sie unterstützt, gibt Orientierung und macht vieles komfortabler. Der Mehrwert entsteht aber nicht durch maximale technische Präsenz, sondern durch das richtige Maß. Technologie ordnet sich dem Erlebnis unter, nicht umgekehrt. Sie baut Barrieren ab und ermöglicht eine individuellere Teilhabe für unterschiedliche Zielgruppen.
- Das was bleibt: Die Qualität eines Erlebnisses zeigt sich in dem, was danach entsteht. Ob Gespräche beginnen, Gedanken weitergetragen werden oder Verbindungen bleiben. Gute Erlebnisse verankern sich nachhaltig im Gedächtnis und im Herzen. Die Botschaften bleiben bestehen und gehen nicht in der digitalen Reizüberflutung unter.
2026 wird das Jahr, in dem wir mit KI weiter an der Perfektion arbeiten, um wieder Raum für menschliche Unvollkommenheit und Echtheit zu schaffen.
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