
Sustainable Brand Experiences
Die Debatte um nachhaltige Brand Experiences wird oft von der Frage dominiert: "Ist die nachhaltigste Experience die, die gar nicht erst stattfindet?" Mit dieser Frage begann Helen Gerbl (Team Coordinator Creation & Green Consultant bei Jazzunique) ihre PechaKucha bei der Brand Experience Night und hatte damit gleich die Aufmerksamkeit der Gäste. Erlebnisse verbrauchen Ressourcen und Energie, aber sie sind als fester Bestandteil menschlicher Kultur nicht wegzudenken. Die Herausforderung liegt darin, Erlebnisse mit einem positiven Impact zu verbinden.
Beim Anstreben einer nachhaltigen Brand Experience wird traditionell auf die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit geachtet. Hierfür nutzen Expert:innen Tools wie die Wesentlichkeitsanalyse, um Hotspots zu identifizieren und Maßnahmen zu planen. Auch Checklisten und die Konsultation von Berater:innen unterstützen das Projektteam dabei, ein umfassendes Nachhaltigkeitskonzept zu erstellen.
Das traditionelle Verständnis dieser Erlebnisse, wie Events oder Messen, ist jedoch oft zeitlich und örtlich begrenzt. Dies ist nützlich für Kennzahlen wie CO₂-Bilanzen oder das Erreichen von Labels. Die eigentliche Bedeutung von Nachhaltigkeit – eine "für eine längere Zeit anhaltende Wirkung" – kennt jedoch keine zeitlichen oder örtlichen Grenzen.
Wir als Erlebnisexpert:innen besitzen die Superkraft, die Impact-Dimension, die über das eine Ereignis hinausgeht, in Experiences zu integrieren. Eine Sustainable Brand Experience sollte daher eine langfristige positive Wirkung auf Mensch und Umwelt entfalten. Beispielsweise sollten wir uns im Bereich soziale Nachhaltigkeit eines zu planenden Erlebnisses nicht nur auf Themen wie Barrierefreiheit oder Arbeitsschutz beschränken, sondern alles mitdenken, was einen langfristigen, positiven, emotionalen Impact auf den Menschen haben kann. Dies kann durch AHA- oder WOW-Momente ausgelöst werden, die am stärksten in der Erinnerung verankert werden. Den gleichen Gedanken kann man auch auf ökologische Nachhaltigkeit übertragen: Hier gilt es, über die Ressourcenbilanzierung des Events hinauszuwachsen und den Impact, z.B. durch die Wiederverwendung von Materialien und Kreislaufwirtschaft zu verlängern.
Eine Brand Experience kann folglich als nachhaltig bezeichnet werden, wenn die Wirkung über den zeitlichen und örtlichen Rahmen hinausgeht und sie einen langfristigen positiven Impact auf Mensch und Umwelt generiert. Mit diesem Appell beendete Helen ihre PechaKucha und gab den Erlebnisexpert:innen und Gästen der Brand Experience Night einen Gedanken mit auf den Weg, der hoffentlich einen langfristigen positiven Impact nach sich zieht.
Mehr über die Brand Experience und ihre Inhalte gibt es hier.
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